Verhandlungen beendet

Gazprom: Alleingang in der Barentssee

Gazprom-Chef Alexej Miller kündigte an, dass der russische Energiekonzern das Stockmann-Erdgasfeld in der Barentssee alleine erschließen will. Die seit mehreren Jahren geführten Verhandlungen mit westlichen Interessenten seien für ihn ergebnislos geblieben.

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Moskau/Düsseldorf (red) - Wie das Düsseldorfer Handelsblatt berichtet, wurden die Gespräche mit den Konzernen Statoil und Norsk Hydro (Norwegen), Chevron und Conoco-Phillips (USA) sowie Total (Frankreich) über eine entsprechende Beteiligung geführt. Nach Millers Angaben wurden jedoch nicht ausreichend Anteile an ihren eigenen Unternehmen geboten.

Das Gas aus dem Stockmann-Feld soll durch die noch zu bauende Ostsee-Pipline nach Europa gepumpt werden. Dies kündigte der russische Präsident Wladimir Putin Ende September an. Der bis dahin vorgesehene Export in die USA wurde verworfen.

Die Vorkommen im arktischen Stockmann-Feld werden auf 3,7 Billionen Kubikmeter Gas geschätzt. Nach Expertenmeinung würde die Menge reichen, um den weltweiten Bedarf an Erdgas für ein Jahr zu stillen, so das Handelsblatt.

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