Verlängerte Frist

Gasversorger müssen bis Dienstag ihre Preise erklären

In dem Verfahren gegen 35 deutsche Gasversorger wegen möglicherweise missbräuchlichen Preiserhöhungen müssen die Unternehmen bis Dienstag ihre Preise erläutern. Wegen der Ostertage hat das Bundeskartellamt die Frist für die Stellungnahme um eine Woche bis zum 1. April verlängert.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp/sm) - Kartellamts-Präsident Bernhard Heitzer wies Presseberichte zurück, nach denen sich der Streit mit den Versorgern verschärft habe, weil diese Auskünfte zurückhielten. Der Aufforderung des Amtes seien bereits einige Unternehmen nachgekommen, sagte Heitzer. Zu Zahl und Inhalt der Antworten hingegen äußerte er sich nicht. Heitzer stellte klar, dass es bei den Verfahren derzeit nicht um mögliche Bußgelder für die Unternehmen gehe. Im weiteren Verlauf aber könnten die Versorger dazu verpflichtet werden, ihre Gaspreise zu senken.

Heitzer betonte, dass das Prinzip des Wettbewerbs auch in den Märkten herrschen müsse, in denen ein Anbieterwechsel nur selten möglich sei. Lokale Monopolisten dürften ihre Spielräume bei der Preissetzung nicht missbräuchlich ausnutzen.

Das Kartellamt hatte Anfang März die Verfahren eingeleitet, weil eine bundesweite Untersuchung gezeigt hatte, dass es bei den Gaspreisen teilweise Abweichungen von 25 Prozent bis 45 Prozent und mehr gibt. Von den Verfahren sind auch die vier großen deutschen Energiekonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall betroffen.