Sechs Prozent

Gasversorger Enso und Drewag wollen Preise für Netznutzer erhöhen

Die sächsischen Erdgasversorger Enso und Drewag wollen die Nutzungspreise für ihre Netze um sechs Prozent erhöhen. Die Überprüfung der Landesregulierungsbehörde habe ergeben, dass die bisher von den Netznutzern verlangten Preise aufgrund der Betriebskosten erhöht werden dürften.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Dies sei bei Enso rückwirkend zum 1. Januar und bei Drewag zum 1. Juli geplant. Für die Endkunden der beiden Versorger soll das Gas aber nicht teurer werden. Die Erhöhung sei möglich geworden, weil die Kosten für die Netznutzung nach neuer Gesetzeslage berechnet worden seien, hieß es weiter. Das neue Gesetz gehe auf die individuellen und in den vergangenen Jahren gestiegenen Kosten jedes Unternehmens ein. Zwar habe die Regulierungsbehörde die beantragten Netznutzungsentgelte gekürzt. Gegenüber den aktuellen Tarifen, die noch auf alten Gesetzen und bundesdurchschnittlichen Berechnungen basierten, habe die Behörde aber eine Erhöhung zugelassen.

Von der Verteuerung betroffen sind bei Enso den Angaben zufolge die beiden Nutzer Enso Erdgasvertrieb und E-wie-einfach. Die Drewag gab keine Auskünfte zu ihren Nutzern.

Am Montag hatte das Wirtschaftsministerium bekannt gegeben, dass ein Großteil der sächsischen Gasnetzbetreiber zu viel Geld verlange oder in Zukunft verlangen wolle. Eine Prüfung der Landesregulierungsbehörde bei allen 37 Betreibern hatte ergeben, dass diese ihre angegebenen Netzentgelte per Bescheid um durchschnittlich zehn Prozent senken müssten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Stadtwerke.

Durch die staatliche Regulierung sollen die Verbraucher 31,5 Millionen Euro sparen. Zudem soll der Wettbewerb in Gang gebracht werden. Der Anteil der Netzkosten am Gesamtgaspreis liegt laut Wirtschaftsministerium zwischen 7 und 22 Prozent.