Systemimmanent

Gasversorger dämpfen Hoffnung auf Preissenkungen

Eventuelle Hoffnungen, neben dem Ölpreis könnte auch der Gaspreis in den kommenden Tagen wieder fallen, hat der Präsident des Bundesverbands der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), Uwe Steckert, in der heutigen "Financial Times Deutschland" zunichte gemacht. Die Preise stiegen systemimmanent, sagte er.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Die deutschen Gasversorger haben davor gewarnt, auf sinkende Erdgaspreise in Deutschland als Folge der Liberalisierung der Energiemärkte zu hoffen. "Das funktioniert nicht. Die Preise steigen systemimmanent. Und nicht, weil die bösen Endverteiler das so wollen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), Uwe Steckert, der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe).

Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Erdgas sei trotz Liberalisierung ein Preisanstieg unumgänglich. "Wir bekommen unser Gas im Wesentlichen aus drei Lieferländern: aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Das Angebot ist nicht so vielfältig wie im Strommarkt." Wenn sich diese drei Staaten zu einem offenen Kartell zusammenschließen würden, wäre die OPEC dagegen ein harmloser "Skatverein", fügte Steckert hinzu.