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Gasunternehmen legen Vereinbarung vor (Upd.)

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) haben jetzt die Vereinbarung über die Kooperation zwischen den deutschen Gasnetzbetreibern veröffentlicht. Damit soll der vereinfachte Zugang zu den Gasnetzen gewährleistet sein.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Kooperationsvereinbarung enthält neben den Vertragsregelungen für Ein-, Ausspeisung und Bilanzkreis unter anderem auch die geplante Aufteilung in 19 Marktgebiete sowie Regelungen zum Lieferantenwechsel. Nach dem neuen Netzzugangsmodell sollen Anbieter nur noch jeweils einen Ein- und Ausspeisungsvertrag abschließen müssen. Für Privatkunden soll, ähnlich wie im Strommarkt, der problemlose Wechsel des Gaslieferanten ermöglicht werden.

Die Veröffentlichung des 112-seitigen Papier zum 1. Juni wurde zu Jahresbeginn zwischen den Gasnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur vereinbart. Die Bundesnetzagentur kündigte, nach Informationen des "Handesblatts", zu den Inhalten der Vereinbarung eine Pressekonferenz in der kommenden Woche an.

Kritisch äußert sich der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). Er bemängelt eine Reihe von durch die Bundesnetzagentur geforderten Punkten, die durch die Entwürfe jetzt wieder in Frage gestellt würden. So werde die Anwendung des Zweivertrags-Modells als Basismodell für die Netznutzung nicht konsequent anerkannt und die Zahl der Marktgebiete sei unbegründet hoch. Außerdem seien die Vertragsentwürfe zu kompliziert und nicht für das Massengeschäft geeignet. Der VEA fordert die Bundesnetzagentur auf, auf einer Anwendung der bereits vorgelegten, gesetzeskonformen Vertragslösung des europäischen Verbandes der Verteilerunternehmen, GEODE, und den Verbänden der Netznutzer zu bestehen.

Weiterführende Links
  • Die Kooperationsvereinbarung zum Download