Verantwortung

Gastgewerbe will Emissionsausstoß senken

Umweltminister Sigmar Gabriel und der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Ernst Fischer, haben sich in dieser Woche auf eine freiwillige Vereinbarung zur Klimavorsorge geeinigt: Das Gastgewerbe will die von ihm verursachten Treibhausgasemissionen um jährlich 100 000 Tonnen senken.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Zum ersten Mal verpflichtet sich heute eine nicht-industrielle Branche zu aktivem Klimaschutz. Sie gibt damit ein Vorbild für den Dienstleistungssektor. Wegen der erheblichen Minderungspotenziale in diesem Bereich hat das Vorhaben große Bedeutung", kommentierte Umweltminister Gabriel. Die Klimaschutz- und Energieeffizienzkampagne für das Gastgewerbe sieht u.a. die vierteljährliche Aussendung von Energiesparblättern und Checklisten vor, die über organisatorische sowie technische Maßnahmen zur Energieeinsparung aufklären.

Einen weiteren wichtigen Baustein stellt laut Gabriel und Fischer der "Energierechner" dar, mit dem jeder teilnehmende Betrieb ein individuelles Energieprofil erhält. Dieses Profil zeige Einsparpotenziale auf und ermögliche einen Vergleich mit anderen Betrieben. Die individüllen Energieverbrauchswerte bilden die Grundlage für die Berechnung der Treibhausgasminderung im Rahmen der freiwilligen Vereinbarung.

Die Kampagne, an der alle Hotel- und Gaststättenbetriebe in Deutschland teilnehmen können, soll vom Wirtschaftsministerium fünf Jahre lang gefördert werden, sie wird auch von zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft unterstützt. Vorbild ist die britische Kampagne Hospitable Climates, die 1999 gestartet wurde und mit der dort die Energiekosten um knapp 10 Millionen Euro jährlich gesenkt werden konnten.

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