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21.06.2010, 11:48 Uhr

Strom-News

Gasversorgung

Gasstreit mit Moskau soll keine Folgen für Europa haben

Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland behindert nach weißrussischen Angaben bislang nicht die Gaslieferungen nach Westeuropa. Vorstellbar wäre das, denn rund ein Fünftel der russischen Gasexporte nach Westeuropa fließen über weißrussisches Gebiet.

Minsk/Vilnius (afp/red) - "Der Gastransit durch Weißrussland funktioniert ohne Unterbrechung", sagte eine Sprecherin des weißrussischen Energieministeriums in Minsk am Montag der Nachrichtenagentur AFP. In der Auseinandersetzung um nicht bezahlte Gaslieferungen hatte der russische Energiekonzern Gazprom zuvor nach eigenen Angaben damit begonnen, die Versorgung Weißrusslands einzuschränken. Die Lieferungen sollen demnach schrittweise um 85 Prozent gedrosselt werden.

Europa und Russland Eine Sprecherin der staatlichen litauischen Gasfirma Lietuvos Dujos teilte ebenfalls mit, dass die Versorgung mit Gas über Weißrussland bislang nicht beeinträchtigt sei. Das Land sei allerdings darauf vorbereitet, im Fall einer Unterbrechung Gas über Lettland zu beziehen, sagte die Unternehmenssprecherin AFP. Litauen ist komplett von Gaslieferungen aus Russland abhängig, die über Weißrussland in den Baltenstaat gepumpt werden.

Gazprom zufolge schuldet Weißrussland dem Konzern noch 192 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) für Gaslieferungen. Die weißrussische Regierung hingegen wirft dem russischen Energieriesen vor, dieser habe 200 Millionen Dollar Gebühren für den Gastransit durch Weißrussland nicht bezahlt. In den vergangenen Tagen hatten sich beide Seiten nicht auf ein Ende des Streits einigen können.

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