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GasversorgungDer Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland behindert nach weißrussischen Angaben bislang nicht die Gaslieferungen nach Westeuropa. Vorstellbar wäre das, denn rund ein Fünftel der russischen Gasexporte nach Westeuropa fließen über weißrussisches Gebiet.
Minsk/Vilnius (afp/red) - "Der Gastransit durch Weißrussland funktioniert ohne Unterbrechung", sagte eine Sprecherin des weißrussischen Energieministeriums in Minsk am Montag der Nachrichtenagentur AFP. In der Auseinandersetzung um nicht bezahlte Gaslieferungen hatte der russische Energiekonzern Gazprom zuvor nach eigenen Angaben damit begonnen, die Versorgung Weißrusslands einzuschränken. Die Lieferungen sollen demnach schrittweise um 85 Prozent gedrosselt werden.
Eine Sprecherin der staatlichen litauischen Gasfirma Lietuvos Dujos teilte ebenfalls mit, dass die Versorgung mit Gas über Weißrussland bislang nicht beeinträchtigt sei. Das Land sei allerdings darauf vorbereitet, im Fall einer Unterbrechung Gas über Lettland zu beziehen, sagte die Unternehmenssprecherin AFP. Litauen ist komplett von Gaslieferungen aus Russland abhängig, die über Weißrussland in den Baltenstaat gepumpt werden.
Gazprom zufolge schuldet Weißrussland dem Konzern noch 192 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) für Gaslieferungen. Die weißrussische Regierung hingegen wirft dem russischen Energieriesen vor, dieser habe 200 Millionen Dollar Gebühren für den Gastransit durch Weißrussland nicht bezahlt. In den vergangenen Tagen hatten sich beide Seiten nicht auf ein Ende des Streits einigen können.
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Der Technologiekonzern Siemens will künftig mit dem staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen am Donnerstag in St.
Petersburg, wie der Münchener DAX-Konzern mitteilte.
Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat Weißrussland ein fünftägiges Ultimatum zur Zahlung seiner Gasschulden gestellt. Sollte der Nachbarstaat bis dahin keinen Vorschlag unterbreitet haben, wie er die Außenstände in kürzester Zeit begleichen könne, müssten "strenge Maßnahmen" ergriffen werden.
Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat eine Fusion der staatlichen Gasanbieter Russlands und der Ukraine vorgeschlagen. Angeblich ist Moskau bereit zu einem Millionenkredit. Ein Zusammengehen des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom mit Naftogaz dürfte die EU alarmieren.
Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Der Anteil der Gasimporte aus Russland schrumpfte 2009 spürbar von 37 auf 32 Prozent. Gestiegen ist hingegen der Anteil norwegischen Erdgases. Als Hintergrund gilt der Gasstreit mit der Ukraine.
Die Gewinne des russischen Energieriesen Gazprom haben sich in der ersten Jahreshälfte wegen deutlich gestiegener Einkaufskosten halbiert. Der Konzern verdiente zwischen Januar und Juni 305,8 Milliarden Rubel (7,1 Milliarden Euro) und damit 49,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie Gazprom am Montag in Moskau mitteilte. Strompreise vergleichen
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