Am 1. April

Gaspreise in Offenbach und München steigen

Sowohl in der bayrischen Hauptstadt München als auch in der hessischen Stadt Offenbach im Rhein-Main-Gebiet gelten ab morgen höhere Gaspreise. Beide Unternehmen verweisen allerdings darauf, nur einen kleinen Teil der gestiegenen Bezugskosten an die Verbraucher weiterzugeben.

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München/Offenbach (red) - Die Einkaufspreise für Erdgas, die die Münchner SWM bei ihren Vorlieferanten bezahlen müssen, hätten sich erneut erhöht, begründeten die Bayern den Preisanstieg um netto 0,22 Cent pro Kilowattstunde. Damit erhöht sich die monatliche Gasrechnung für einen durchschnittlichen Münchner Haushalt mit einem Verbrauch von 1700 Kubikmetern Erdgas um brutto 3,72 Euro (3,9 Prozent).

Um ihre Glaubwürdigkeit nicht zu erschüttern, haben die SWM die aktuelle Preisanpassung von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH untersuchen lassen. Das Ergebnis: Die Erdgas-Einkaufspreise seien stärker gestiegen als die SWM Erdgaspreise.

In Offenbach steigen neben den Erdgas- auch die Fernwärmepreise. Der Preis pro Kilowattstunde Gas bei der Gasversorgung Offenbach (GVO) steigt zum 1. April um 0,23 Cent (brutto). Je nach Verbrauch entspricht dies einem Plus von 2,9 bis 4,3 Prozent. Als Grund für die Anhebung nennt auch der hessische Versorger die gestiegenen Bezugskosten für das Heizöl. Die seit dem Jahr 1996 geltenden Grundpreise bleiben nach Angaben des Unternehmens für alle Kunden unverändert.

Die Erhöhung der Kundenpreise durch die GVO bleibt jedoch unter der Steigerung der Bezugskosten des Unternehmens. Dieser Sachverhalt wird der GVO von unabhängigen Wirtschaftsprüfern bestätigt.

Die Preise je Kilowattstunde Fernwärme steigen um 0,35 Cent (brutto). Der Besitzer eines Einfamilienhauses muss bei einem Durchschnitts-Jahresverbrauch von 28.700 Kilowattstunden dadurch knapp 100 Euro mehr ausgeben.