Kalkulation veröffentlicht

Gaspreis in Offenbach bleibt stabil

Die deutschen Verbraucher ächzen unter den hohen Erdgaspreisen, vielerorts steht zum Januar 2006 eine neuerliche Erhöhung an. Anders in Offenbach, in der Nähe von Frankfurt/Main: Der örtliche Gasversorger setzt auf Transparenz und wird die Preise übers neue Jahr hinaus stabil halten.

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Offenbach (red) - Entgegen dem Branchentrend bleibt der Gaspreis in Offenbach für private Haushalte zum Jahreswechsel unverändert. Darauf wies jetzt die Gasversorgung Offenbach GmbH (GVO) hin. Gleichzeitig veröffentlichte der mittelhessische Energieversorger seine Kalkulation. "Damit zeigen wir, dass wir nichts zu verbergen haben und unsere Preise angemessen sind", erläuterte Günter Oberländer, GVO-Geschäftsführer.

Ein Kunde mit einem Durchschnittsverbrauch von 20 000 Kilowattstunden zahlt in Offenbach pro Kilowattstunde etwa 5,57 Cent. Weil die GVO das Erdgas nicht selbst fördert, muss sie die gesamte Energie einkaufen. Den mit weitem Abstand größten Einfluss auf den Gaspreis hätten somit die Beschaffungskosten, hieß es aus Offenbach. Die GVO gebe von Januar an 55 Prozent ihrer Einnahmen an die Vorlieferanten weiter. Zweitgrößter Posten sei der Staatsanteil: Knapp 26 Prozent des Gaspreises fließen an Steuern und Abgaben in die Kassen des Staats.

Der Anteil der Kosten, die für den Transport des Erdgases bis zum Haushaltskunden sowie für den Vertrieb anfallen, liegen der Kalkulation zufolge bei etwa 16 Prozent. "Von jedem verdienten Euro verbleiben der GVO somit etwas weniger als drei Cent an Marge. Wir bieten unseren Kunden traditionell faire Preise", sagte Geschäftsführer Oberländer.