Heizsysteme im Vergleich

Gasheizung hat beste Umweltbilanz

Wer eine neue Heizungsanlage kaufen will, sollte sich nicht nur am Preis, sondern auch an der Umweltbilanz orientieren. Laut einem aktuellen System-Vergleich des Öko-Instituts Darmstadt schneidet eine Erdgas-Brennwertheizung hinsichtlich Schadstoff- und Kohlendioxid-Ausstoß am besten ab. Es folgt die Heizöl-Niedertemperaturheizung.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bei der Auswahl einer Heizungsanlage sollte der umweltbewusste Verbraucher nicht nur auf die Kosten ahcten, sondern auch auf eine positive Umweltbilanz der Heizungsanlage. Umweltbilanzen für verschiedene Systeme zur Heizwärmeerzeugung hat jetzt das Öko-Institut Darmstadt auf der Basis des GEMIS-Systems aufgestellt und im Verbrauchermagazin "Energiedepesche" veröffentlicht.

Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Heizsysteme betrachtet, sondern auch alle zusätzlichen Aufwendungen. Dazu gehören der komplette Energieaufwand - beim Öl zum Beispiel vom Bohrloch angefangen über Transporte, Raffinerie, bis zum Tank im Keller des Wohnhauses - und alle Material- und Zusatzkosten. GEMIS berechnet dabei komplette Lebenswege von der Primärenergie- und Rohstoffgewinnung bis zur Nutzung und bezieht Hilfsenergien und Materialaufwand zur Herstellung von Anlagen und Transportsystemen und sogar die Entsorgung mit ein.

Vergleicht man mit dieser umfassenden Analyse die drei gängigsten Heizsysteme, eine Erdgas-Brennwert-, eine Niedertemperatur-Öl- und eine Elektroheizung, so gewinnt eindeutig die Erdgas-Brennwertheizung sowohl bei der Betrachtung der Schadstoffemissionen als auch beim Ausstoß des klimarelevanten Gases Kohlendioxid. Dann folgt mit deutlichem Abstand die Heizöl-Niedertemperaturheizung hinsichtlich beider Kriterien. Die Elektroheizung rangiert auf dem letzten Platz.

Weiterführende Links