Erdgasqualität und korrekte Abrechnung

Gas-Verbände zum Spiegel-Bericht: Regelwerk schützt Verbraucher

Im Zusammenhang mit einem Spiegel-Bericht über die Verdünnung von Erdgas mit Luft und die Abrechnung von minderer Qualität zu einem höheren Preis, haben die betroffenen Gasversorger-Verbände mitgeteilt, dass eine Konditionierung von Gasströmen manchmal erforderlich, die korrekte Abrechnung jedoch gewährleistet ist.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW) haben einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die Verdünnung von weitestgehend dementiert.

Zwar sei Erdgas grundsätzlich ein Naturprodukt und unterliegt deshalb natürlichen, geringfügigen Schwankungen im Brennwert, aber das technische Abrechnungsverfahren der deutschen Gaswirtschaft werde durch ein offizielles Regelwerk (DVGW-Arbeitsblatt G 685) abgedeckt. Schwankungen im Brennwert würden dabei ausdrücklich berücksichtigt und abrechnungstechnisch geregelt. Die letzte Überarbeitung dieses Arbeitspapiers sei unter Mitwirkung der Eichverwaltungen der Bundesländer und der physikalisch-technischen Bundesanstalt durchgeführt worden. "Es handelt sich hierbei entsprechend um ein verbindliches, einvernehmlich von den Aufsichtsbehörden und der Branche erstelltes technisches Regelwerk", heißt es daher von Seiten der Verbände.

Dennoch weisen beide Verbände darauf hin, dass erforderlich ist, Gasströme untereinander gelegentlich auch mit Luft zu konditionieren, wenn für den Verbraucher eine Versorgungssicherheit mit Erdgas bei gleichbleibend hoher Qualität zu garantiert werden soll. Dadurch entstehe für den Endverbraucher keinerlei Qualitätsminderung, denn es bleibe gewährleistet, dass in jedem Fall der korrekte Energieinhalt des gelieferten Gases abgerechnet wird.