Netzrendite

Gas- und Stromnetzbetreiber verdienen bald wohl weniger

Die deutschen Strom- und Gasnetzbetreiber müssen sich auf niedrigere Renditen einstellen. Für die nächste Regulierungsperiode wird eine Eigenkapitalverzinsung von 8,20 Prozent vorgeschlagen, wie die Bundesnetzagentur am Mittwoch mitteilte. Damit wird der maximale Preis festgelegt, den die Netzbetreiber verlangen dürfen.

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Bonn (dapd/red) - Bislang lag der Satz bei 9,29 Prozent. Nun müssen sich die Gas- und Stromanbieter äußern. Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung getroffen werden.

Für Stromnetze ab 2014, für Gas schon ab 2013

Mit dem Zinssatz werden, ausgehend von den Kosten des Netzes, die Preise festgelegt, die die Netzbetreiber maximal für die Durchleitung von Strom beziehungsweise Gas verlangen dürfen. Für Gasnetze wird der neue Wert ab 2013 gelten, für Stromnetze ein Jahr später.

Stromanbieter profitierten von stabilen Renditen

Die Bonner Regulierungsbehörde begründete die beabsichtigte Absenkung mit dem niedrigeren allgemeinen Zinsniveau. Zudem liefere das Netzgeschäft im Vergleich mit dem schwankungsanfälligen allgemeinen Markt "sehr stabile und konstante Renditen".