Ökologisch verheerend

Garzweiler II vor dem Bundesverwaltungsgericht

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt sich demnächst wieder mit dem umstrittenen Braunkohletagebau Garzweiler II. Eingereicht wurde die Klage von einem 42-jährigen Mann, der die Enteignung seines Grundstücks in Erkelenz-Immerath abwenden will. Die Ortschaft soll 2006 zwangsweise umgesiedelt werden.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der umstrittene Braunkohlentagebau Garzweiler II beschäftigt erneut das Bundesverwaltungsgericht (BverwG) in Leipzig. Ein Privatkläger legte Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) zum Rahmenbetriebsplan Garzweiler I/II der RWE Power AG ein, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Der nordrhein-westfälische Landesverband der Umweltschutzorganisation unterstützt die Klage, mit der ein 42-Jähriger die Enteignung seines Grundstücks in Erkelenz-Immerath abwenden will. Die Ortschaft soll zusammen mit drei anderen im Zuge des Braunkohleabbaus ab dem kommenden Jahr zwangsweise umgesiedelt werden.

Damit sind derzeit drei Verfahren gegen den Braunkohlentagebau im Rheinland anhängig. Der BUND bekräftigte seine Entschlossenheit, weiterhin gegen das aus seiner Sicht "energiewirtschaftlich ebenso überflüssige, wie sozial unverträgliche und ökologisch verheerende" Tagebauvorgaben Garzweiler II vorzugehen. Bislang sind alle Klagen gegen Garzweiler vor Gericht gescheitert.