Harte Worte

Gabriel wirft CDU Lobbyarbeit für Atomkonzerne vor

Bundesumweltminister Gabriel wirft der CDU Lobbyarbeit für die Kassen der Atomkonzerne vor. "Sie will grundsätzlich das Ende der Atomenergie verhindern und auch die Option auf neue Atomkraftwerke offen halten", sagte der Minister der Neuen Presse". Mehr Atomstrom bedeute mehr Atommüll, und für den gebe es weltweit noch keine Lösung.

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Hannover (ddp/sm) - Eine mögliche Isolierung Deutschlands nach dem Streit um die Atomenergie beim G8-Gipfel in Japan befürchtet Gabriel nicht: "Nein, wir brauchen uns nicht dafür zu genieren, dass wir die Atomeuphorie anderer nicht teilen und vorsichtiger sind." Wer aller Welt die Atomenergie als Allheilmittel anpreise, dürfe sich nicht wundern, «wenn auch solche beherzt zugreifen, die damit in Atomwaffenprogramme einsteigen wollen.

Außerdem sei unter den G8-Staaten unumstritten, dass jedes Land seine Energiepolitik selbst bestimme. Gabriel verwies darauf, dass Atomkraft derzeit weniger als drei Prozent am Endenergieverbrauch ausmache. "Wenn wir etwas gegen den Klimawandel tun wollen, dann müssen wir uns um die restlichen 97 Prozent kümmern", sagte der Bundesumweltminister. In diesen Bereichen spiele der Ausbau der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien die wichtigste Rolle.