Gespräche in Washington

Gabriel will USA beim Klimaschutz mit ins Boot holen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will diese Woche während seiner Reise in die USA für den Klimaschutz werben. Für ein neues Klimaabkommen, dass im Dezember auf Bali beschlossen werden soll, seien die USA als einer der größten Treibhausgasverursacher ein wichtiger Partner.

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Berlin (red) - Gabriel wird auf Einladung des US-Präsidenten Bush Ende der Woche an einer Klimakonferenz in Washington teilnehmen. Beim "Major Economies Meeting" treffen sich Vertreter der sechzehn Staaten mit den höchsten Treibhausgasemissionen. Bereits morgen nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer UN-Sonderkonferenz zum Klimaschutz in New York teil.

"Die Staatengemeinschaft ist derzeit sehr aktiv, um die wichtige UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali vorzubereiten", so der Umweltminister. Bei den Verhandlungen eines neuen Klimaabkommens seien die USA ein wichtiger Partner, sie müssten dabei "als größter Treibhausgasemittent mit dabei sein".

Die USA lehnen das Kyoto-Protokoll und bindende Verpflichtungen zum Klimaschutz bisher ab. Allerdings ist in den USA einiges in Bewegung geraten, insbesondere im Kongress, den US-Bundesstaaten und der US-Wirtschaft, informiert das Bundesumweltministerium. Gabriel sei überzeugt, "dass sich die USA ihrer Verantwortung beim Klimaschutz stellen werden" und will am Beispiel Deutschland zeigen, "dass anspruchsvoller Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum zusammengehen."