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Gabriel weiht Biomasse-Heizkraftwerk in Spremberg ein

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat heute das neue Biomasse-Heizkraftwerk im Umsiedlungsort Haidemühl bei Spremberg eingeweiht. Das vom Energiekonzern Vattenfall Europe betriebene Kraftwerk wurde für knapp elf Millionen Euro errichtet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Spremberg/Haidemühl (ddp-lbg/sm) - Es liefert Wärme für die 185 Mietwohnungen, 120 Eigenheime und öffentlichen Einrichtungen in Haidemühl sowie Strom, der ins Netz eingespeist wird. Das alte Dorf Haidemühl musste dem Tagebau Welzow-Süd weichen. Neu-Haidemühl mit heute 510 Einwohnern ist ein neuer Ortsteil von Spremberg.

Als Brennstoff für das Biomasse-Heizkraftwerk werden jährlich 26 000 Tonnen Holzhackschnitzel verwendet. Fast 22 000 Tonnen kommen als geschreddertes Kronen-, Ast- und Wurzelholz aus Tagebau-Vorfeldern. Weitere 4000 Tonnen werden von Forst-Dienstleistern zugeliefert. In drei Jahren sollen schnell wachsende Bäume und Pflanzen von einer knapp 170 Hektar großen, rekultivierten Tagebau-Kippenfläche bei Welzow die regenerativen Brennstoffe ergänzen.

"Die Bundesregierung setzt auf einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte Gabriel. Die Nutzung von Biomasse spiele dabei eine Schlüsselrolle für Klimaschutz und stabile Energiepreise. Genau wie Biokraftstoffe sorge sie für mehr Versorgungssicherheit, denn ein Großteil der Rohstoffe wachse direkt vor der Haustür.

Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, betonte, das neue Biomasse-Heizkraftwerk in Haidemühl-Sellessen gehöre zur Gesamt-Investitionsstrategie des Unternehmens mit einem Volumen von knapp sechs Milliarden Euro vom Großraum Hamburg bis nach Thüringen. Bereits im Mai werde der Konzern mit dem ersten kohlendioxidfreien Braunkohlekraftwerk im Industriepark Schwarze Pumpe bei Spremberg ein weiteres Zeichen für eine umweltschonende Energieversorgung setzen.