Klimapolitik

Gabriel lobt Zusammenarbeit mit Merkel - und kritisiert Union

Vor der Klausurtagung des Bundeskabinetts hat Umweltminister Gabriel die Zusammenarbeit in der Regierung in seinem Arbeitsbereich als optimal bezeichnet. "In der Klima- und Energiepolitik kann ich nur sagen, das ist so, wie man es sich besser nicht vorstellen kann", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

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Köln (ddp/sm) - Er lobte besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Die Kanzlerin kennt sich aus und bringt eine eigene Motivation mit." In seinem Geschäftsbereich sei sie eine verlässliche Partnerin. "Es wäre doch verlogen, wenn ich das nicht öffentlich sagen würde", fügte er hinzu.

Merkel habe die Herausforderungen des Klimaschutzes verstanden. Allerdings kritisierte Gabriel die Zusammenarbeit mit der Union in Umweltfragen insgesamt. Die Kanzlerin habe das Problem, dass sie Vorsitzende einer Partei sei, die man in puncto Klimaschutz treiben müsse. Er warf den Unionsministerpräsidenten der Länder vor, in der Regel das Gegenteil von dem im Bundesrat zu beantragen, was Frau Merkel international vorschlägt. Gleichwohl sprach sich der Umweltminister vor der Kabinettsklausur in Meseberg am Ende der Woche dafür aus, solange man in einer gemeinsamen Regierung sitze, "das Verbindende und nicht das Trennende zu suchen."