Scharfe Töne

Gabriel: Glos gefährdet Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wirft Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vor, mit ausgewiesener Klientelpolitik Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche der erneuerbaren Energien zu gefährden und damit das Klima in der großen Koalition zu belasten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bonn (ddp/sm) - Gabriel sagte dem Bonner "General-Anzeiger", Glos mache "gerne eine Wünsch-Dir-Was-Politik". Der CSU-Politiker fordere "immer das, von dem er glaubt, dass er von seiner Klientel dafür den meisten Beifall bekommt".

Gabriel warf Glos weiter vor, dass in dem von ihm geführten Wirtschaftsministerium "immer noch eine sehr antiquierte Form von wirtschaftlichem Denken vorherrscht, nach der Wachstum und Umweltpolitik unvereinbar sind". Er erinnerte daran, dass das Kabinett mit der Stimme von Glos beschlossen habe, die Zuschüsse beispielsweise bei der Photovoltaik zu senken. Gleichwohl wolle Glos der Photovoltaik jetzt "ganz die Luft abdrehen". Dies würde 40.000 Arbeitsplätze vor allem in Ostdeutschland kosten.