EU-Ebene

Gabriel fordert verbindliche Ziele für Klimaschutz und erneuerbare Energien

Insgesamt zeigte sich der Umweltminister zufrieden mit den Ergebnissen des Treffens der europäischen Energieminister. Allerdings müssten künftig konkrete Ziele auf EU-Ebene festgeschrieben werden, insbesondere für die erneuerbaren Energien.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte die Ergebnisse des Treffens der europäischen Energieminister in Brüssel. Der Energierat hatte beschlossen, bis 2020 den Anteil von Biokraftstoffen am Treibstoffverbrauch verbindlich auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Außerdem bekannte sich der Rat zu einem Gesamtanteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 20 Prozent im Jahr 2020. Zudem wollen die Energieminister bis dahin die Energieeffizienz um 20 Prozent steigern.

Dazu Bundesumweltminister Gabriel: "Angesichts der Gefahren des Klimawandels und des steigenden Energiehungers weltweit stehen wir an einer historischen Wegmarke. Um die notwendige Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 30 Prozent bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 sowohl in der EU als auch in den anderen Industriestaaten zu erreichen, brauchen wir schnelle Fortschritte bei den erneuerbaren Energien sowie eine weit effizientere Nutzung der Energie in Europa".

Mit anspruchsvollen Klimaschutzzielen und konkreten Maßnahmen zur Umsetzung stelle Europa die Weichen für mehr Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung, so der Minister weiter. Gabriel begrüßte die Entscheidung im Energieministerrat ausdrücklich, die Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu steigern und den Anteil der Biokraftstoffe verbindlich auf mindestens 10 Prozent festzulegen. Allerdings hält es der SPD-Politiker für erforderlich, dass der Europäische Rat am 8. und 9. März auch das Gesamtziel für Erneuerbare von 20 Prozent als verbindliches Ziel festlegt.