Atommüll

Gabriel eröffnet internationale Konferenz zum Thema Endlager

Bundesumweltminister Gabriel hat gestern eine internationale Konferenz zur Endlagerung radioaktiver Abfälle eröffnet. Diese soll einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse der verschiedenen nationalen Endlagerprogramme vermitteln.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Braunschweig (red) - Bei der Konferenz in Braunschweig gehe es sowohl um technisch-wissenschaftliche wie auch gesellschaftliche Herausforderungen bei der Standortfindung und dem Nachweis der Sicherheit.

"Die Sicherheit eines Endlagers fängt mit der Auswahl eines zweifelsfrei geeigneten Endlagerstandortes an", so Gabriel. Daher brauche man klare Vorstellungen davon, "welche Sicherheitsanforderungen an ein Endlager zu stellen sind". Es reiche nicht aus, nur nach einem geeigneten Endlagerstandort zu suchen, man müsse den am besten geeigneten Standort auswählen. Das Bundesumweltministerium werde im nächsten Jahr Sicherheitsanforderungen an einen Endlagerstandort vorgelegen, kündigte der Minister an.

Eine Vorfestlegung auf den Salzstock Gorleben als Atommüllendlager lehnte Gabriel erneut ab. Der Standort müsse sich aber in einem bundesweiten Auswahlverfahren nach dem Stand von Wissenschaft und Technik dem Vergleich anderer Standorte stellen.

Dass an ein atomares Endlager hohe Sicherheitsanforderungen gestellt werden müssen, betonte Gabriel auch mit Blick die auf Probleme bei den bestehenden Lagern in Deutschland. Die laufende Stilllegung des Endlagers Morsleben in Sachsen-Anhalt erfordert hohe Kosten. Im ehemaligen Forschungsbergwerk Asse in Niedersachsen, wo schwach- und mittelradioaktive Abfälle lagern, bestehen Sicherheitsprobleme, da Wasser eindringt. Daraus müssten Lehren gezogen werden, so der Bundesumweltminister.