Umweltkooperation

Gabriel eröffnet deutsch-bulgarische Klimaschutzkonferenz

Der Bundesumweltminister eröffnet am Donnerstag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia eine Konferenz zu Klimaschutz und erneuerbaren Energien. Im Mittelpunkt der Konferenz sollen die Nutzung von Biomasse und Biokraftstoffen sowie Fragen der internationalen Klimaschutzpolitik stehen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Sofia (red) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hält sich am heutigen Donnerstag zu politischen Gesprächen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia auf. Gemeinsam mit seinem bulgarischen Kollegen Dzhevdet Chakarov eröffnet Gabriel eine deutsch-bulgarische Konferenz zum Thema Klimaschutz und erneuerbare Energien. Auf dem Programm steht auch ein Gespräch mit dem bulgarischen Minister für Wirtschaft und Energie, Rumen Ovcharov.

"Im neuen EU-Partnerland Bulgarien besteht in den kommenden Jahren ein erheblicher Bedarf an Umweltinvestitionen. Das kommt nicht nur der Umwelt in Bulgarien, sondern in ganz Europa zugute und bietet deutschen Unternehmen der Umwelttechnologie große Chancen", erklärte Gabriel, der auch den Vorsitz im EU-Umweltrat innehat.

Im Mittelpunkt der Konferenz sollen die Nutzung von Biomasse und Biokraftstoffen sowie Fragen der internationalen Klimaschutzpolitik stehen. Beim Klimaschutz wollen beide Länder künftig enger zusammenarbeiten. Dafür soll ein Rahmen für gemeinsame Projekte, beispielsweise zu Energieeffizienz und Biomassenutzung, geschaffen werden. Ziel sei es, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, Ressourcen zu sparen und die wirtschaftliche Kooperation zu vertiefen.

Mit Bulgarien besteht bereits seit 1993 eine enge Zusammenarbeit im Umweltschutz. Dabei hat Deutschland Bulgarien insbesondere über die EU-Partnerschaftsprojekte, die so genannten "Twinning"-Projekte, bei der Vorbereitung auf den EU-Beitritt und dem Aufbau entsprechender Verwaltungsstrukturen unterstützt. Mit bislang elf Twinning-Projekten, die unter Leitung des Bundesumweltministeriums durchgeführt wurden, sei Deutschland Hauptpartner des bulgarischen Umweltministeriums geworden. Gabriel strebt an, solche Projekte auch nach dem Beitritt Bulgariens fortzusetzen.

Schwerpunkte der deutsch-bulgarischen Umweltkooperation waren bisher Emissionsschutz sowie Abfall- und Wasserwirtschaft. Künftig sollen auch gemeinsame Projekte, unter anderem zum Aufbau des Naturschutznetzwerks "Natura 2000", vereinbart werden.