Erneuerbare Energien

Gabriel: EEG erfolgreichstes Quotensystem

Das EEG gehört zu den effektivsten und preiswertesten Methoden, Ökostrom zu fördern. Das hat eine Untersuchung der EU-Kommission ergeben. Umweltminister Sigmar Gabriel versprach, den Ausbau erneuerbarer Energie weiter zu fördern. Deutschland war besonders positiv hervor gehoben worden.

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Berlin (red) - Umweltminister Sigmar Gabriel und sein Team erhalten Unterstützung aus Brüssel: Einspeiseregelungen wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind die effektivste und preiswerteste Methode, um den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung zu fördern, schreibt die EU-Kommission in ihrem jüngsten Bericht.

Gleichzeitig hob sie Deutschland sowie Dänemark, Finnland und Spanien im Hinblick auf die europäischen Zielvorgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien positiv hervor. "Damit bestätigt die EU-Kommission, das wir auf dem richtigen Weg sind. Wir setzen den Ausbau erneuerbarer Energien fort", kommentierte Gabriel.

Die EU-Kommission habe die Regelungen zur Förderung erneuerbarer Energien in den Mitgliedstaaten untersucht und ihre Wirkung verglichen. Von den 25 EU-Mitgliedstaaten orientieren sich bereits 16 am Vorbild des deutschen EEG und fördern den Ausbau der Erneuerbaren durch eine entsprechende Vergütung des in die Stromnetze eingespeisten Stroms. In den meisten Fällen erzielen Länder mit derartigen Einspeiseregelungen den höchsten Zuwachs, hieß es. Dies gelte insbesondere bei der Windenergie, aber auch bei Biogas und bei der Photovoltaik.

Zugleich seien in diesen Ländern die Kosten für Förderung von Ökostrom wesentlich geringer als in Ländern mit Quotensystemen und entsprechenden Zertifikaten. So werde beispielsweise Windstrom in Belgien, Italien und Großbritannien teilweise mit deutlich mehr als zehn Eurocent pro Kilowattstunde gefördert. In Deutschland wird Windstrom nach EU-Angaben mit knapp acht Cent pro Kilowattstunde gefördert. Dabei lägen die tatsächlichen Erzeugungskosten auch in den drei genannten Ländern nicht höher als in Deutschland. Bei den anderen Fördersysteme spiegele sich eine mangelnde Investitionssicherheit in deutlich höheren Förderraten wider. Darüber hinaus sei in Deutschland und vergleichbaren Ländern die Dynamik des Ausbaus fast viermal größer als in Ländern mit Quoten-Systemen.

"Die deutschen gesetzlichen Regelungen können Vorbild für eine europaweite Harmonisierung der Förderbedingungen werden", kommentierte denn auch Dr. Wolfgang von Geldern, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW). Er ist überzeugt davon, dass eine europaweite Harmonisierung der Ökostrom-Förderung erkennbar auf Regelungen hinaus laufe, wie sie mit dem EEG bereits vorhanden sind.