Bündelung von Aktivitäten

Gabriel begrüßt Stadtwerke-Kooperationen als Wettbewerbsmotor

Anlässlich eines Besuchs der europäischen Stadtwerke-Kooperation Trianel European Energy Trading GmbH in Aachen sprach sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) für Kooperationen im Energiesektor aus. Bündelungen führten zu neuen Wertschöpfungsketten, so z.B. bei der Energieerzeugung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Aachen (red) - "Eine große Anbietervielfalt auf dem deutschen Energiemarkt ist für die Versorgungssicherheit und eine gesamtwirtschaftlich vertretbare Energiepreisentwicklung von großer Bedeutung. Der Schlüssel dafür liegt im Wettbewerb. Deshalb begrüße ich das Engagement der Stadtwerke, die ihre Kräfte in der Trianel bündeln und damit den Wettbewerb aktiv vorantreiben", sagte Gabriel.

Erst durch die Bündelung kommunaler Aktivitäten könnten Stadtwerke neue Wertschöpfungsstufen im liberalisierten Energiemarkt erschließen, so Gabriel weiter. Trianel führt als Beispiel solcher Bündelung den Bau des 800-Megawatt-Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) in Hamm-Uentrop an, an dem 28 kommunale Unternehmen beteiligt seien. Als weiteres Projekt soll in Lünen, wie berichtet, in Kooperation von 23 Partnern ein 750-Megawatt-Kraftwerk auf Steinkohle-Basis entstehen.

Mit dem Einstieg in die Eigenerzeugung würden Stadtwerke flexibler in der Energiebeschaffung und begrenzten das Risiko der Strompreisentwicklungen am Großhandelsmarkt, so Trianel.

Die Trianel European Energy Trading GmbH wurde vor sieben Jahren gegründet und zählt nach eigenen Angaben 29 direkte und indirekte Gesellschafter – Stadtwerke aus den Niederlanden, Österreich und Deutschland. Gemeinsam mit den neun Unternehmen der Trianel-Gruppe gehören über 60 europäische Stadtwerke zum Energie-Netzwerk.

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