Standpunkt

Gabriel: Auch in den USA wird es Wandel beim Umweltschutz geben

Umweltminister Gabriel rechnet damit, das sich auch die USA dem Kyoto-Protokoll anschließen werden. Die Folgen des Klimawandel seien auch in Amerika zu spüren, sagte Gabriel im ARD-"Nachtmagazin". Er gehe davon aus, dass diese oder die nächste US-Regierung ihre Ablehnung verbindlicher Klimaschutzziele aufgibt.

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Hamburg/Montreal (ddp/sm) - Den USA sollte die Möglichkeit gegeben werden, im Rahmen der Klimarahmenkonvention ihre Projekte der technologischen Kooperation einzubringen, sagte Gabriel. Dies dürfe aber nicht zu einem Verzicht der "klaren Fortsetzung" des bis zum Jahr 2012 laufenden Kyoto-Protokolls führen. "Wir setzen darauf, dass das, was in Amerika begonnen hat, nämlich dass Staaten, Städte und Unternehmen am Emissionshandel teilnehmen und dass sie dieses Regime des Kyoto-Protokolls übernehmen wollen", betonte der SPD-Politiker. Er fügte hinzu: "Dies ist eine inneramerikanische Debatte, die wir unterstützen wollen."

Auf der Konferenz in Montreal seien auch amerikanische Gouverneure aufgetreten, die ihre eigene Regierung für deren "Betonhaltung" beim Klimaschutz kritisierten. Auch Bürgermeister und Nicht-Regierungsorganisationen waren in Montreal vertreten. Gabriel gab sich sicher: "Es wird zum Wandel auch in Amerika kommen."