Nicht ob, sondern wie

Gabriel: Atomausstieg kommt wie vereinbart

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht keinen Anlass zu einer Verlängerung der Laufzeit von Kernkraftwerken. Am Dienstag betonte Gabriel im ARD-"Morgenmagazin", dass laut Koalitionsvertrag der letzte Meiler 2021 vom Netz gehen soll. Es gehe jetzt darum, das sicherste Endlager in Deutschland zu finden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Es ist auch mit der Energiewirtschaft verabredet worden, dass die Laufzeiten der Atomkraftwerke begrenzt sind und der Atomausstieg kommt. Und daran halten wir uns", so Gabriel. Es bleibe beim Ausstieg, so wie es der Koalitionsvertrag von Union und SPD festschreibe. "Daran fühlt sich die Bundesregierung gebunden."

Bei einem so genannten Geheimtreffen mit der Atomwirtschaft im Umweltministerium sei es nicht um eine Verlängerung der Laufzeiten gegangen, sagte Gabriel weiter. Gegenstand sei vielmehr die Suche nach einem Endlager gewesen. Er gehe davon aus, dass die Atomwirtschaft aus ihren steuerfreien Endlager-Rückstellungen die Suche nach einem geeigneten Endlager bezahlen müsse.

Gabriel will mit einem neuen Erkundungsprogramm ausloten, ob es einen besseren Standort für eine Atommülldeponie als Gorleben in Niedersachsen gibt. Die Kosten dafür bezifferte er auf mindestens 1,2 Milliarden Euro.