Nahostreise

Gabriel: Arabische Länder prädestiniert für erneuerbare Energien

Auf die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien in den arabischen Ländern hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnung der dritten arabischen Regionalkonferenz für erneuerbare Energien (MENAREC 3) in Kairo hingewiesen. Sie seien für Solar-, aber auch Windenergie prädestiniert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Kairo (red) - Der Bundesumweltminister betonte den Zusammenhang zwischen erneuerbaren Energien und wirtschaftlicher Entwicklung hin, da sie einen dezentralen Zugang zu Energie ermöglichen. Damit könnte ein entscheidender Beitrag zur Armutsbekämpfung geleistet werden, so Gabriel.

Er forderte die Vertreter aus nahezu allen arabischen Ländern dazu auf, mit dem notwendigen politischen Willen entsprechende politische Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehöre auch die Chancengleichheit unter den Energieträgern und die Berechnung ihrer wahren Kosten. "Subventionen für einzelne, häufig fossile Energieträger verzerren das Bild und behindern den Ausbau der Erneuerbaren. Mit Einspeisetarifen, wie sie mittlerweile weltweit über 35 Länder eingeführt haben, konnten wir ausgezeichnete Erfahrungen machen", sagte Gabriel.

Am Rande der Veranstaltung hatte Gabriel ein "Memorandum of Understanding" mit Ägypten über die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für Projekte unterzeichnet.

Erst vor wenigen Tagen kündigte der Bundesumweltminister nach Gesprächen mit israelischen Poltikern in Jerusalem an, sein Ministerium werde vier deutsch-israelische Forschungsvorhaben aus dem Bereich der erneuerbaren Energien mit insgesamt 1,7 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren fördern. Außerdem seien beide Seiten übereingekommen, Investitionen deutscher Unternehmen in israelische Klimaschutzprojekte zu erleichtern. Ein entsprechendes "Memorandum of Understanding" sei ausverhandelt und werde in den nächsten Wochen unterzeichnet. Weiterhin wurde vereinbart, mit Israel beim Aufbau eines Systems zur Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasen zusammenzuarbeiten, so Gabriel.