Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland mit sauberem Strom

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll "grün" werden. Dies erklärten Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer und Pressechef Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Interview mit dem Greenpeace Magazin. "Die WM ist eine einmalige Gelegenheit. Wir haben die Chance und die Pflicht, hier etwas für den Umweltschutz zu machen", sagte der für Umwelt zuständige DFB-Vize Moldenhauer. Nach seiner Aussage hat der Verband den Ehrgeiz, mit der WM neue ökologische Standards zu setzen: "Da müssen wir Vorbild sein und auf allen Ebenen des Fußballs zeigen, was heute im Umweltschutz möglich ist."


Dabei geht es der DFB-Spitze um Aspekte wie Lärmverringerung, öffentlichen Nahverkehr, Energie-, Wasser- und Rohstoffeinsparung, Müllvermeidung und umweltfreundlichen Strom zum Beispiel aus Solarenergie. "Wenn mit der Solartechnik die gleiche Wirkung zu erzielen ist wie mit der althergebrachten, würden wir das sofort unterschreiben", sagte DFB-Pressechef Wolfgang Niersbach. Die genauen Kriterien für "grüne" WM-Stadien sollen spätestens bis Anfang September festgelegt werden. Laut DFB-Vize Moldenhauer werden sich die deutschen Profivereine aber schon vor der WM auf neue Umweltstandards einstellen müssen. Auf die Frage, ob künftig nur noch der Proficlub eine Lizenz erhalte, der die ökologischen Kriterien des DFB erfüllt, antwortete Moldenhauer: " Genau. In diese Richtung geht es. Die Anforderungen (an die WM-Stadien) sollen dann für die 1. und 2. Bundesliga bis hinunter zur Regionalliga gelten."