Besiegelt

Fusion genehmigt: Aus envia und MEAG wird enviaM

Die Aktionäre der ostdeutschen Stromversorger envia und MEAG haben der Fusion zugestimmt. Mit dem gemeinsamen Konzern enviaM (envia Mitteldeutsche Energie AG) sollten die Energiestandorte Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gestärkt werden. Es ist ein Multi-Utility-Anbieter mit 1,6 Millionen Kunden entstanden.

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Gestern haben sich die Aktionäre der envia Energie Sachsen Brandenburg AG (Chemnitz) und der Mitteldeutschen Energieversorgung AG (MEAG), Halle, der RWE Konzern und die kommunalen Poolgesellschaften auf die Eckpfeiler des beabsichtigten Unternehmenszusammenschlusses geeinigt. Wenn Aufsichtsräte, Hauptversammlungen und das Kartellamt dem Zusammenschluss zustimmen, entsteht mit 1,6 Millionen Kunden einer der größten regionalen Energiedienstleister in der Bundesrepublik Deutschland.

"Die weiterhin zunehmende Wettbewerbsintensität in den neuen Bundesländern gab den Anlass, neue und größere Unternehmensstrukturen zu schaffen. Nur die Ausschöpfung von weiteren Größenvorteilen mit der Möglichkeit zum stetigen Wachstum kann den Erhalt einer starken eigenständigen Energieversorgung in den neuen Bundesländern langfristig garantieren. Der Zusammenschluss stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf dem ostdeutschen Strommarkt, sichert langfristig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region", erläuterte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Klawunn. Die fusionierte Gesellschaft wird unter dem neuen Namen envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) firmieren. Der Firmensitz wird Chemnitz mit Servicefunktionen und dem Vertrieb sein. In Halle als Hauptdirektion sind die Netzfunktionen inklusive des zuständigen Vorstandes angesiedelt. Darüber hinaus werden der Bereich Wärme/Erzeugung sowie ein Großteil der Mehrheitsbeteiligungen im Raum Halle konzentriert. Der jährliche Stromabsatz wird etwa 18 Milliarden Kilowattstunden betragen, das entspricht etwa einem Viertel des gesamten Stromabsatzes in den neuen Bundesländern. Mit fast 4600 Mitarbeitern wird die envia Mitteldeutsche Energie AG einen Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro jährlich erzielen. Das neue Unternehmen ist an über 60 Gesellschaften, davon 21 Stadtwerke, beteiligt.