Zwischenfall

Fukushimas Kühlsysteme vorübergehend ausgefallen

Zwar versichert die japanische Regierung immer wieder, der Betreiber Tepco habe in Fukushima alles im Griff, doch die Realität sieht wohl anders aus. Am Dienstag sind in der havarierten Anlage mehrere Kühlsysteme auf einen Schlag ausgefallen, die für die Kühlung der abgebrannten Brennstäbe sorgen sollten.

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Tokio (red) - Der havarierte Reaktor im japanischen Fukushima hat es schon wieder in die Negativschlagzeilen geschafft. Am Dienstag wurde bekannt, dass ein Stromausfall mehrere Kühlsysteme für die abgebrannten Brennstäbe außer Gefecht gesetzt hat. Wie der Betreiber Tepco mitteilte, sei man zuversichtlich, die Kühlung bis spätestens Mittwochmorgen (Ortszeit) wieder in Gang setzen zu können. Als Ursache des Stromausfalls wird laut Medienberichten ein Problem mit einer Schaltanlage vermutet.

Rückbau wird 40 Jahre dauern

Diese Berichte sind Wasser auf die Mühlen derer, die bezweifeln, dass Tepco den Rückbau der Atomruine im Griff hat. Der vollständige Abriss der Anlage wird voraussichtlich 40 Jahre dauern. Aufgrund des Zwischenfalls wurde die Internationale Atomenergiebehörde IAEA informiert, die Kontakt zu den Verantwortlichen halte. In Japan sind weiterhin nur zwei der 50 Atomanlagen am Netz. Nach der Fukushima-Katastrophe wurden die Meiler für Sicherheitschecks heruntergefahren. Beobachter gehen indes davon aus, dass die ersten Meiler bald wieder angefahren werden.