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FrankreichDas französische Atomunternehmen Areva ist von den Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima nicht so stark betroffen wie zuvor angenommen. Dennoch kündigte der Konzern umfangreiche Sparmaßnahmen an. Das Jahresergebnis 2011 soll unter dem Strich rote Zahlen bringen.
Paris (afp/red) - Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hat dem französischen Atomkonzern Areva kaum geschadet: Der Umsatz ging im vergangenen Jahr zwar um 2,6 Prozent auf 8,87 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in Paris mitteilte. Die Aufträge seien aber wieder um 3,1 Prozent auf insgesamt 45,6 Milliarden Euro angewachsen. Die Stornierung von Aufträgen infolge des Atomunfalls von Fukushima habe sich bis Jahresende auf 464 Millionen Euro belaufen.
Was bei Areva im vergangenen Jahr unter dem Strich herauskam, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Im Dezember hatte Areva mitgeteilt, für das Jahr 2011 mit einem Verlust von knapp 1,5 Milliarden Euro zu rechnen. Damit würde das Unternehmen, das jahrelang erfolgreich Atomkraftwerke in alle Welt verkaufte, erstmals seit zehn Jahren rote Zahlen schreiben.
Der Konzern kündigte im Dezember als Konsequenz aus Fukushima und vor allem wegen Verlusten mit afrikanischen Uranminen auch einen umfassenden Sparplan an. Bis 2015 soll jährlich eine Milliarde Euro eingespart werden. Insgesamt beschäftigt Areva weltweit rund 50.000 Mitarbeiter. Der deutsche Areva-Ableger, der 5700 Angestellte zählt, hat seinen Sitz in Erlangen.
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