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Fukushima: Erhöhtes Krebsrisiko bei 2000 Arbeitern

Knapp 2000 Arbeiter in dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Bei den Arbeitern überschritt die Strahlungsdosis einer Untersuchung zufolge einen Grenzwert von 100 Millisievert. Zuvor hatte der Betreiber Tepco erheblich niedrigere Zahlen genannt.

Atommüll© Thomas Bethge / Fotolia.com

Tokio (dpa/red) - Die neue Zahl nannte die Betreiberfirma Tepco am Freitag. Über dem genannten Grenzwert gilt ein erhöhtes Risiko. Wie die Tageszeitung "Asahi Shimbun" berichtete, ist die Zahl der betroffenen Arbeiter zehnmal höher als von Tepco ursprünglich zugegeben. Strahlungsexperten hatten dem Bericht zufolge Zweifel an den von Tepco im Dezember veröffentlichten Daten geäußert, dass nur für 178 Arbeiter ein erhöhtes Risiko bestehe.

Zunächst kaum Informationen erhalten

Die Schilddrüsen der betroffenen Arbeiter sollen künftig regelmäßig untersucht werden. Insgesamt wurden mehr als 19 500 Arbeiter untersucht - sie hatten nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011 versucht, die Atomkatastrophe zu verhindern. Laut "Asahi" hatten sie von Tepco zunächst kaum Informationen über die Strahlungswerte in ihren Schilddrüsen erhalten.

Quelle: DPA