Atomunfall

Fukushima-Betreiber will kontaminiertes Wasser ins Meer leiten

Medienberichten zufolge will der Betreiber Tepco über elftausend Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer leiten. Das Wasser sei nur schwach radioaktiv, der Grenzwert sei um das Hundertfache überschritten, hieß es. Am Dienstag will man mit dem Ableiten des Wassers beginnen.

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Tokio (red) - Das Ableiten des Wassers sei notwendig, um im Inneren der Reaktoren aufräumen zu können. Auf bis zu umgerechnet 120 Milliarden Euro schätzt der Fukushima Betreiber Tepco die Kosten des Atomunfalls. Die Demontage des havarierten Meilers könne zehn bis 20 Jahre dauern, so eine Schätzung der japanischen Nuklearbehörde. Bis die Lecks geschlossen seien, aus denen derzeit radioaktives Wasser austritt, könnten Monate vergehen, so die Prognose des japanischen Kabinettssprechers.

Berichten zufolge versuchen Arbeiter, einen Riss im Beton mit Mitteln wie Sägespänen und Zeitungspapier abzudichten. Radioaktives Jod-131 wurde inzwischen in einer Entfernung von über 40 Kilometern zur Reaktor-Ruine im Meer nachgewiesen. Die Temperaturen in den Reaktoren seien stabil, hieß es. Am Sonntag waren in Block 4 des Meilers in Fukushima zwei tote Arbeiter gefunden worden, die offenbar durch den Tsunami ums Leben kamen.