Lage in Japan

Fukushima: Anwohner kehren kurzzeitig zurück

Die evakuierten Bewohner rund um das Kraftwerk in Fukushima durften jetzt zum ersten Mal seit der Evakuierung wieder kurzzeitig in ihre Häuser zurückkehren. Zwei Stunden bekamen sie, um einige Habseligkeiten einzusammeln. Betreiber Tepco hat indes angesichts der Krise Gehaltskürzungen angeordnet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Fukushima (red) - Medienberichten zufolge sollten die Jahresgehälter aller Mitarbeiter um 20 Prozent, die der Vorstände zunächst um die Hälfte gekürzt werden, um einen Teil der hohen Schadenersatzforderungen und Entschädigungszahlungen wieder auszugleichen, die auf die Firma zukommen. Mittlerweile wurde angekündigt, weitere Umstrukturierungen vorzunehmen. Um Engpässe in der Versorgung durch Zukäufe etwa von Erdöl zu vermeiden, hat Tepco schon Hilfen beim Staat beantragt.

Bewohner dürfen vorübergehend in Sperrzone zurückkehren

Nachdem immer mehr Bewohner ohne offizielle Erlaubnis in ihre Häuser zurückgekehrt waren, hat man nun einigen erlaubt, für etwa zwei Stunden und in Schutzkleidung ihre Häuser wieder zu betreten, um wichtige Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Danach wurden sie auf Strahlung untersucht. Es heißt, die Anwohner hätten unterschreiben müssen, dass sie auf eigene Gefahr in die Sperrzone zurückkehren.