Gasnetzzugang

Für mehr Wettbewerb: Bayerische Betreiber öffnen Gasnetze

In einer gemeinsamen Erklärung gaben heute acht bayerische Gasnetzbetreiber ihren Beitritt zu der neuen Kooperationsvereinbarung bekannt. Die Bayerngas GmbH teilte mit, dass die Beitritte ohne Bedingungen und Vorbehalte gegenüber den im Vertrag vereinbarten Netzzugangsmodellen erfolgen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Zu den acht Unternehmen zählen die kommunalen Gasnetzbetreiber der Stadtwerke Augsburg, Ingolstadt, Landshut, München und der REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG, die beiden regionalen Verteilgesellschaften erdgas schwaben und Erdgas Südbayern sowie die Bayerngas als größter bayerischer Ferngasnetzbetreiber.

Sie verpflichten sich damit, ein wettbewerbsfreundliches Zugangssystem für ihre Gasnetze im Herbst diesen Jahres zu etablieren. So werde allen Energieanbietern ermöglicht, die Gasnetze der acht Unternehmen zur Belieferung von Gasverbrauchern zu benutzen und mit den bisherigen Energielieferanten in Konkurrenz zu treten. Den bayerischen Haushaltskunden stehe somit in Zukunft auch im Gasmarkt die Wahl zwischen den Angeboten verschiedener Energieanbieter offen.

Die acht Gasnetzbetreiber erklärten, sie werden das neue Netzzugangsmodell so umsetzen, wie es von der deutschen Gaswirtschaft und der Bundesnetzagentur in den letzten Monaten entwickelt wurde. Dieses Modell halte für die Stadtwerke beide gesetzlich vorgegebenen Optionen, nämlich Entry-Exit-Modell und Optionsmodell offen und sei das einzig derzeit funktionsfähige Modell. Die "Kommunale Aktion Gasnetzzugang" und der Verteilerverband GEODE hatten am Montag zu einer vorbehaltlichen Unterzeichnung aufgefordert.

Ein Unternehmenssprecher der Bayerngas: "Wir fordern alle Gasversorgungsunternehmen in Bayern auf, ebenfalls rasch der Kooperationsvereinbarung beizutreten. Nur wenn alle Gasnetzbetreiber der Kooperationsvereinbarung ohne Vorbehalte beitreten kann die Gasmarktliberalisierung auch für alle bayerischen Gasverbraucher zeitgerecht realisiert werden." Nun seien die Energieanbieter gefordert, die neuen Möglichkeiten auch zu nutzen.

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