Neue Stromversorgung

Fünf Kilometer langes Kabel am Grund des Königssees

Sankt Bartholomä, ein beliebtes Ausflugsziel im Berchtesgadener Land, bekommt eine neue Stromversorgung. Das 50 Jahre alte Kabel, das am Seeboden bis ans fünf Kilometer entfernte Ufer verläuft, wird nun erneuert, um dem gestiegenen Strombedarf gerechtwerden zu können.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Königssee (ddp-bay/sm) - Das Wirtshaus und die Kirche Sankt Bartholomä, die nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind, haben als Stromquelle einzig ein 50 Jahre altes Kabel. Nun wird eine neue Leitung im See verlegt. Statt 10 Kilovolt hat diese eine Stromleistung von 20 Kilovolt, ist ein wenig dicker und kostet den Freistaat ungefähr 850.000 Euro, wie der zuständige Mitarbeiter der bayerischen Schlösserverwaltung, Peter Thümmler, sagt.

Letzte Woche wurde das Kabel in Position gebracht. Es schwimme auf rund 1000 mit Luft gefüllten Autoreifen und soll in dieser Woche auf dem Grund des bis zu 200 Meter tiefen Königssees herabgelassen werden. Die Route der Leitung ist vorher genau bemessen und festgelegt worden, schließlich dürfe das Kabel nicht den schon bestehenden Leitungen in die Quere kommen. Die alte Stromleitung bleibe am Seegrund, das Herausziehen wäre zu kostspielig.

Auf den neuen Strom müssen die Betreiber in Bartholomä aber noch bis Januar warten. Der neue Transformator sei erst im Oktober bestellt worden, "das dauert noch ein wenig", gibt Schmidt zu. Aber zum einen gebe es ja noch die alte Leitung - und auch das winterliche Wetter lädt derzeit nicht gerade zu einer Bootsfahrt über den Königssee zum Ausflugsziel Bartholomä ein.