Sauber!

Fünf Jahre am Netz: NaturEnergie

Vor fünf Jahren, am 1. Oktober 1998, ist die NaturEnergie AG eigenen Angaben zufolge als Deutschlands erster Grünstromhändler ans Stromnetz gegangen. Heute versorgt das Unternehmen 230 000 Kunden mit Strom aus rein regenerativen Quellen. Der Strom, der seither ins Netz eingespeist wurde, hat der Umwelt knapp 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Die sechs großen Wasserkraftwerke entlang des Hochrheins zwischen Bodensee und Basel, in denen der größte Teil des NaturEnergie-Stroms erzeugt wird, gehören ganz oder teilweise zur eigenen Unternehmensgruppe. Diese Kraftwerke haben insgesamt eine Leistung von 452 Megawatt und produzieren im Durchschnitt 2,8 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Die Kraftwerke Wyhlen und Laufenburg wurden inzwischen mit einem Aufwand von rund 370 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut. Die Leistung der beiden Kraftwerke wurde dabei verdoppelt.

Die Zukunft der "Großen Wasserkraft" wird am Standort eines weiteren NaturEnergie-Kraftwerks geplant: Das Wasserkraftwerk Rheinfelden - ältestes Laufwasserkraftwerk Europas - soll durch einen kompletten Neubau ersetzt werden. Dies würde mit einer Verdreifachung der dortigen Stromproduktion und einer erheblichen Verbesserung der Flussökologie einher gehen. Der Kraftwerksneubau hat ein Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro. Der Neubau könne aber nur realisiert werden, wenn die "Große Wasserkraft" ebenso durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird, heißt es von Seiten der NaturEnergie. Auf diesem Weg ist der NaturEnergie AG ein erster Etappenerfolg gelungen: Im Referentenentwurf der EEG-Novelle sind Ausbau- und Neubauvorhaben bei großen Wasserkraftwerken erstmals als förderungswürdig berücksichtigt, wenn auch unter streng gefassten Voraussetzungen.

Weiterführende Links