Warten auf EU-Kommission

Freischaltung nationaler Emissionshandelsregister verzögert sich

Nach den europäischen Vorschriften prüft die EU-Kommission, ob die Ausgabe der Emissionsberechtigungen im Einklang mit dem deutschen Allokationsplan steht. Da diese Prüfung noch andauert, verschiebt sich die Ausgabe der Berechtigungen, die eigentlich gestern starten sollte.

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Berlin (red) - Obwohl Deutschland alle notwendigen Vorbereitungen zum Start des deutschen Emissionshandelsregisters abgeschlossen hat, verzögert sich die Ausgabe der ersten Tranche der Emissionsberechtigungen an die Betreiber. Ursache dafür ist laut Umweltbundesamt (UBA), dass die EU-Kommission die Prüfung der nationalen Zuteilungsentscheidungen noch nicht abgeschlossen hat.

Erst wenn die Prüfungen positiv abgeschlossen seien, könnten die Anlagenkonten in den Mitgliedsstaaten eingerichtet und auf diese die zugeteilten Emissionsberechtigungen ausgegeben werden, teilte das UBA weiter mit. Ursprünglich war die Freigabe des Registers für den 28. Februar 2005 vorgesehen.

Die deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) geht davon aus, dass die Prüfungen durch die EU-Kommission in Kürze abgeschlossen werden. Nach der Zustimmung der EU-Kommission werde der Zugang des deutschen Emissionshandelsregisters zum Europäischen Zentralregister (CITL) als Bindeglied zu den anderen nationalen Registern freigegeben. Erst dann sei die Einrichtung der Konten möglich. Die DEHSt will unmittelbar danach alle noch ausstehenden Arbeitsschritte zügig abschließen.

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