Fördersysteme

Freie Universität Berlin startet Umfrage zu erneuerbaren Energien

Die Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin hat im Rahmen des Projektes REALISE-Forum eine Befragung zu Fördersystemen erneuerbarer Energien gestartet. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Veranstaltung zu diesem Thema am 19. Oktober in Berlin vorgestellt.

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Berlin (red) - Welches Fördersystem wird sich langfristig im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa durchsetzen? Wie soll es im Einzelnen ausgestaltet sein? Soll jedes Land für sich entscheiden können, wie die Förderung erfolgt, oder wird eine EU-weite Harmonisierung angestrebt?

Dies sind die Kernthemen einer Befragung, die in Berlin von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität (FFU) gestartet wurde und an der sich interessierte energiepolitische Akteure beteiligen können. Der Fragebogen kann auf der Internetseite http://www.realise-forum.net heruntergeladen werden. Die Umfrage ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projektes REALISE-Forum (Renewable Energy and Liberalisation in Selected Electricity markets–Forum), das in mehreren europäischen Ländern eine Plattform für "Stakeholders" bildet, die sich unter anderem mit dem Pro und Kontra der verschiedenen Fördersysteme auseinandersetzt. Das Projekt wird von der FFU koordiniert.

Im Rahmen der Aktivitäten des deutschen "National Desk" vom REALISE-Forum findet am Mittwoch, den 19. Oktober in Berlin eine Veranstaltung statt, die sich mit der Zukunft der Fördersysteme für erneuerbare Energien in Deutschland und Europa befasst. Bei der Konferenz werden auch die Ergebnisse der Befragung von ausgewählten energiepolitischen Akteuren in Deutschland vorgestellt. Die Veranstaltung, deren Teilnahme kostenlos ist, ist in drei Themenblöcke unterteilt. Zunächst soll es um die Frage gehen, ob aus Sicht der relevanten energiepolitischen Akteure eine Harmonisierung der unterschiedlichen Fördermodelle auf EU-Ebene angestrebt wird oder die bestehenden nationalen Divergenzen beibehalten werden sollen. Der zweite inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Frage, wie die Förderung erneuerbarer Energien in den liberalisierten Binnenmarkt einzupassen ist. Der letzte Themenblock trägt die Überschrift "Die Europäische Perspektive" und soll unter anderem einen Überblick über die Verbreitung von Einspeisevergütungs- und Quotenmodellen in den Mitgliedsstaaten der erweiterten Union geben.

Zu den Referenten am 19. Oktober zählen unter anderem Stefan Zisler, HEW und Vorsitzender des Renewable Energy Certificate System (RECS) in Deutschland, Hans-Joachim Ziesing, DIW, sowie Heidi Bergmann, Professorin an der Hochschule Mannheim.

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