Ressourcenschonend

Fraunhofer fertigt Stromtankstellen im Öko-Outfit

Die Zahl der Stromtankstellen in Deutschland wächst rasant; Stadtwerke und Energieanbieter forcieren den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Meist stecken die E-Zapfsäulen in rein funktionalen Verkleidungen aus Stahl. Forscher wollen ihnen nun ein Outfit aus ressourcensparendem Material verpassen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Bislang schützen meist Stahl- oder Aluminiumgehäuse die Ladestationen. Dies wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik ändern und die Ladesäulen mit umweltfreundlichem Material verkleiden. Hohlkammerplatten aus WPC (Wood-Plastic-Composites) sollen künftig die Stahlkonstruktionen ersetzen, die bislang Kabel, Steckdosen und Elektronik-Schaltkasten umhüllen. Die ressourcenschonenden Holzpolymerwerkstoffe werden derzeit vor allem für Terrassendielen verwendet.

Prototyp wird gerade gebaut

Das Naturfaserkomposit WPC besteht bis zu 70 Prozent aus nachwachsenden Holzfasern und zu 30 Prozent aus thermoplastischem Polypropylen. Neben dem hohen Anteil von nachwachsenden Rohstoffen ist es tropenholzfrei und zu 100 Prozent recycelbar. Das Holz-Kunststoff-Gemisch lasse sich mehrere Male wiederverarbeiten; die CO2-Bilanz sei ausgewogen und die Produktionsweise energieeffizient.

In Kürze erste Tests im Freien

Derzeit fertigen die Experten vom IWM einen Prototyp der Verkleidung. Erste Freilufttests stehen in Kürze an.