Astronomisch

Französin bekommt Stromrechnung über 88.242 Euro

Statt 60 Euro sollte die Französin Martine Passerieu für ihren Strom plötzlich über 88.000 Euro bezahlen. Man drohte ihr sogar mit einer Abstellung der Elektrizität. Der staatliche Versorger EDF sah den offensichtlichen Fehler zwar ein, die Stromkundin wartet aber bis heute auf eine Entschuldigung.

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Toulouse (afp/red) - Die Französin Martine Passerieu bekam im Dezember eine Stromrechnung über 88.242 Euro für ihr 150 Quadratmeter-Haus in der Nähe des südfranzösischen Toulouse. "Ich wohne nicht im Schloss Versailles", empörte sie sich. Bisher hatte Passerieu monatlich 60 Euro für den Strom ihres Häuschens bezahlt.

Mit Stromabstellung gedroht

Nach der astronomisch hohen Rechnung folgten noch zwei weitere über ebenfalls fünfstellige Beträge. Zuletzt wurden 96.450 Euro gefordert, zahlbar in zehn Monatsraten. Die erste Rate sei innerhalb von 15 Tagen zu zahlen, andernfalls würde man ihr den Strom abstellen. "Am Anfang musste ich darüber lachen, aber nun finde ich es unglaublich, dass niemand fähig ist, das richtigzustellen", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP am Telefon.

Passerieu zahlt jetzt gar nicht mehr

Nach mehreren Anrufen fand sie beim staatlichen Stromversorger EDF immerhin jemanden, der von einem "Irrtum" sprach. Als Passerieu auf einer schriftlichen Entschuldigung bestand, hieß es aber, es gebe keine Muster für derartige Entschuldigungsschreiben. Ein Sprecher bezeichnete die Rechnung als technischen Fehler, der bei 115 Millionen Rechnungen pro Jahr schon einmal passieren könne. Passerieu bleibt aber hartnäckig, immerhin hatte sie Mehrkosten durch zahlreiche Kontaktaufnahmen per Telefon und Fax: Solange EDF sich nicht entschuldigt, will sie gar nichts mehr zahlen.