Geschäftsmodell

Frankreichs neue Strombörse setzt auf Handelssystem von Nord Pool

Die neue französische Strombörse Powernext wird mit den Handelssystemen des skandinavischen Marktführers Nord Pool arbeiten. Ausschlaggebend waren die umfangreichen Erfahrungen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Powernext, Frankreichs neue Strombörse, und die skandinavische Strombörse Nord Pool haben eine umfangreiche Zusammenarbeit vereinbart. Diese umfasst insbesondere Lizenzverträge über die Nutzung von Handelssystemen, die von Nord Pool entwickelt wurden. Zugleich wird Nord Pool technische Systemdienste für Powernext betreiben.

"Wir arbeiten mit Nord Pool sowohl bei der Systementwicklung als auch beim technischen Betrieb zusammen. Unsere Wahl fiel auf Nord Pool, weil diese bereits umfangreiche Erfahrungen auf den deutschen und nordischen Strommärkten vorzuweisen haben", sagte Jean-François Conil-Lacoste, CEO von Powernext. "Jetzt können wir weitaus schneller einen beständigen Referenzpreis anbieten, als wenn wir ein anderes Geschäftsmodell oder einen anderen Systembetreiber gewählt hätten." Die Handelssysteme von Nord Pool werden bereits von der Leipzig Power Exchange (LPX) und auf dem skandinavischen Markt eingesetzt. Wenn die LPX in Zukunft mit der European Energy Exchange (EEX) fusioniert, wird das Handelssystem für den Spotmarkt von Nord Pool weiterhin genutzt. "Im Hinblick auf die Deregulierung der europäischen Strommärkte halten wir es für sehr sinnvoll, eine neue Strombörse in Frankreich zu etablieren", sagte Torger Lien, CEO und President von Nord Pool ASA. "Unser Ziel ist es, einen europäischen Markt aufzubauen. Der Vertrag mit Powernext bringt uns diesem Ziel ein Stück näher", so Lien weiter.