Siemens-Beteiligung?

Frankreich will Atomkonzern Areva neu aufstellen

Medienberichten zufolge will Frankreichs Staatspräsident Sarkozy den Atomkonzern Areva neu aufstellen. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer Alstom soll das Unternehmen zum Weltmarktführer im Bereich Kernenergie werden. Offen ist nur, was aus dem Siemens-Anteil an der Areva-Kraftwerkstochter wird.

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Laut dem Handelsblatt bestätigte ein Sprecher des französischen Präsidenten lediglich "strategische Überlegungen", eine französische Zeitung schreibe jedoch von Fusionsplänen. Nicht klar sei dabei, ob Siemens - derzeit an der Areva-Kernkrafttochter Areva NP beteiligt - an dem neuen Konzern beteiligt sein soll.

Bundeskanzlerin Merkel würde es "gerne sehen", wenn Siemens weiter mit dem französischen Atomkonzern kooperieren würde und somit - trotz beschlossenem Atomausstieg - weiter im Kernkraftgeschäft tätig ist. Auch Siemens selbst wolle seinen Areva NP-Anteil behalten. Jedoch fürchte das Unternehmen, dass Frankreich 2012 den Siemens-Anteil übernehmen will, denn Areva habe eine Kaufoption für den 34 Prozent-Anteil, die 2012 fällig wird.

Sarkozy legte derweil Deutschland Nahe, wie Frankreich auch auf Atomenergie zu setzen. Laut FTD wolle er Atomenergie als einen Teil des europäischen Energiemixes zum Thema der französischen EU-Präsidentschaft nächstes Jahr machen.

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