Störfall

Frankreich: Uranlösung aus Atomanlage ausgetreten

Im französischen Atommeiler Tricastin nahe Avignon ist eine radioaktive Flüssigkeit ausgetreten, die in zwei Flüsse gelaufen ist. Die Behörden sprachen von einer nur "geringen" Gefahr, verboten aber die Wasserentnahme aus den beiden Flüssen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Avignon (red) - Aus einem französischen Atomkraftwerk ist eine radioaktiv versetzte Uranlösung ausgetreten, die öffentliche Gewässer verseucht hat. Von Seiten der Behörden hieß es, die Gefahr für die Bevölkerung sei "gering". Gleichwohl wurden die Bewohner umliegender Ortschaften aufgefordert, kein Wasser aus den Flüssen Gaffière und Lauzon zu entnehmen. Auch das Baden in den Flüssen wurde untersagt, ebenso der Verzehr von Fischen aus dem Fluss.

Wie Behörden vor Ort berichteten, sei die Flüssigkeit bei der Reinigung eines Tanks ausgetreten. Laut der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN enthalte die Lösung zwölf Gramm nicht angereichertes Uran pro Liter. Bei einer so hohen Konzentration müsse von einer "erheblichen Krebsgefahr" ausgegangen werden, wenn das verseuchte Wasser vom Körper aufgenommen wird, so ein Sprecher der Anti-Atomkraft-Gruppe Sortir du Nucléaire.