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Weitere "Überraschungen" zu befürchtenNach dem Fund von kiloweise angereichertem Uran und Plutonium in einer südfranzösischen Atomanlage haben Kernkraftgegner vor weiteren "sehr unangenehmen Überraschungen" gewarnt. Zudem seien viele Atomanlagen in Frankreich in einem schlimmen Zustand der Baufälligkeit.
Paris (afp/red) - Zu der Anlage in Cadarache gehörten etliche weitere Einrichtungen, "die größtenteils veraltet sind", erklärte der Dachverband Sortir du Nucléaire ("Atomausstieg") am Sonntagabend. Der Bevölkerung müsse klar sein, dass weitere Überraschungen drohten, genau wie an anderen "monströsen" Standorten wie Tricastin in Südfrankreich und La Hague am Ärmelkanal.
Der französische Stromriese EDF, der Atomkonzern Areva und das Atomenergiekommissariat hätten in den vergangenen fünfzig Jahren "unzählige Atomanlagen" gebaut, "die heute in einem schlimmen Zustand der Baufälligkeit sind", kritisierte der Verband.
In den Einrichtungen befinde sich "verschiedenes atomares Material in oft unbestimmter Menge", wodurch "schwere Atomunfälle" drohten. Das staatliche Atomenergiekommissariat CEA hatte zuvor mitgeteilt, dass in Cadarache ein Lager mit zehn Kilogramm niedrig angereichertem Uran gefunden worden sei. Laut Gesetz dürften höchstens vier Kilogramm gelagert werden. Vor zwei Wochen war in Cadarache kiloweise hochgefährliches Plutonium gefunden worden, das nirgendwo verzeichnet war. Nach Angaben von Greenpeace würde die Menge zum Bau von fünf Atombomben reichen. In den Fall schaltete sich die französische Justiz ein.
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