Erfolgreiche Veranstaltung

Frankfurter Solarforum gab Überblick über Sonnenenergie

Beim ersten Frankfurter Solarforum der Stadtwerke Frankfurt (Oder) konnten sich die Besucher einen weitreichenden Einblick in die Solartechnik verschaffen. Und es gab außerdem einen Praxisbericht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Jeden zweiten Donnerstag im Monat werden beim StadtwerkeForum der Stadtwerke Frankfurt (Oder) interessante Themen aus den Bereichen Energie und Umwelt diskutiert. Vergangenen Donnerstag ging es im "Frankfurter Solarforum" um die Möglichkeiten, Strom aus Sonne zu erzeugen.


Treffpunkt war das Synergiehaus Frankfurt (Oder) der Gesellschaft zur Förderung solarer Technologien. Dr. Koschak und Bernd Faerber vom Institut für Solartechnik (IST) stellten das Konzept und den Stand des von ihrem Institut entwickelten neuartigen Photovoltaiksystems vor. Es handelt sich um sogenannte CIS-Zellen, die auf der Dünnschichttechnologie basieren. Auf Grund der einfacheren Herstellung gegenüber den herkömmlichen Solarzellen aus Silizium wäre es möglich, die Kosten photovoltaischer Energie deutlich zu reduzieren. Ziel ist die Produktion von Solarzellen ab 2004, bei denen ein Watt Leistung unter zwei DM kosten soll. Das Synergiehaus ist selbst auch mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, deren Aufbau, Daten und Funktionsweise ebenfalls erläutert wurden. Wer nicht dabei sein konnte: Am 14.Juli veranstaltet das IST einen "Tag der offenen Tür".


Außerdem stellte Holger Gregor von den Stadtwerken die PV-Anlage im Oberstufenzentrum II vor, die als Anschauungsanlage dient. Sie wurde als Hofüberdachung architektonisch in den Neubau eingefügt. Der Solargenerator besteht aus 88 Modulen PROSOL(Zellentyp Siemens Solar). Der durchschnittliche Ertrag pro Jahr beträgt 4500 Kilowattstunden. Dr. Rolf Sperling aus Mixdorf gab zusätzlich dazu einen Praxisbericht. Auf seinem Zwei-Familienhaus wurde 1996 eine 9,2 Quadratmeter große Kollektoranlage installiert, die einen 500 Liter-Warmwasserspeicher speist. Die Kosten der Anlage betrugen 14 000 DM. Davon wurden 4000 DM über Fördergelder abgedeckt. Die Heizöleinsparung pro Jahr liegt bei 400 Litern. Das entspricht mehr als einer Tonne Kohlendioxid, die der Umwelt jährlich erspart bleibt. Dr. Sperling hat ein gutes Umweltgewissen - finanziell hätte es sich allerdings noch nicht gelohnt, sagt er. Aber dafür hätte ihn Heizölpreiserhöhung nicht so stark getroffen und der nächsten Runde blicke er gelassen entgegen.


Das nächste StadtwerkeForum am 14. Juni hat das Thema "Spülen und Spülen lassen".