Aktive Nutzung unterstützen

Fraktion fordert Gründung einer internationalen Agentur zur Förderung erneuerbarer Energien

SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, den Plan zur Gründung einer internationalen Agentur zur Förderung der erneuerbaren Energien (International Renewable Energy Agency - IRENA) zügig abzuschließen. Eine international besetzte Kommission soll die verschiedenen Strategien und Konzepte bewerten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bundesregierung soll den Plan zur Gründung einer internationalen Agentur zur Förderung der erneuerbaren Energien (International Renewable Energy Agency - IRENA) zügig abschließen. Dies verlangen SPD und Bündnis 90/Die Grünen gestern im Bundestag (Bundestagsdrucksache 15/811).

Die Abgeordneten begrüßten, dass die Regierung eine Initiative für eine solche internationale Regierungsorganisation ergriffen hat, die weltweit die aktive Nutzung erneuerbarer Energien unterstützen und vorantreiben soll. Die Agentur wäre ein entscheidender Schritt, den weltweiten Technologietransfer für erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz zu fördern, heißt es in dem Antrag weiter. Die Förderung erneuerbarer Energien sei nicht mehr allein eine Frage der kommerziellen Energieversorgung, sondern vielfach eine der autonomen Energienutzung und der Einführung entsprechender Technologien, betonen die Abgeordneten.

Da diese Energien die Möglichkeit dezentraler Nutzung eröffneten, könne auf die Verbreiterung der Wissensbasis in vielen unterschiedlichen Berufsfeldern nicht verzichtet werden. Eine international besetzte Kommission sei einzusetzen, welche die verschiedenen Strategien und Konzepte für IRENA hinsichtlich der Erfolgsaussichten bewertet, die Bundesregierung berät und bei der internationalen Werbung für die Umsetzung dieser Initiative unterstützt. Im Haushalt 2004 sei der erforderliche Finanzbedarf für diese Initiative einzustellen, so die Fraktionen.