Leipzig

Fortum weitet Handel an deutscher Strombörse aus

Die Fortum Energie GmbH hat nach dem Spotmarkt nun auch langfristige Geschäfte im Visier und bereitet sich auf LPX-Terminmarkt vor.

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Der finnische Energiekonzern Fortum verstärkt seine Aktivitäten im deutschen Stromhandel: Die deutsche Tochtergesellschaft Fortum Energie GmbH mit Sitz in Hamburg wird sich demnächst auch am Terminhandel der Leipziger Strombörse (LPX) beteiligen. Fortum ist bereits am Spotmarkt der LPX aktiv und ist seit April dieses Jahres auch als Broker für den LPX-Börsenhandel anerkannt. Ebenso ist man an der EEX in Frankfurt aktiv.

Während beim Spotmarkt physische Mengen im kurzfristigen Bereich - meistens für den kommenden Tag - gehandelt werden, dient der Terminmarkt langfristigen Geschäften. Zudem werden dort auch rein finanzielle Produkte gehandelt.

Mit dem Eintritt in den Terminhandel der LPX will Fortum eigenen Angaben zufolge seine Handelskompetenz ausbauen und eigene physische Positionen absichern. "Wir haben uns für den LPX-Terminmarkt entschieden, da wir dort einen liquiden, kostengünstigen und mit breiter Produktpalette ausgestatteten Markt erwarten. Das, was wir bisher gesehen haben, stimmt uns sehr zuversichtlich," sagte Robert Hienz, Direktor für Portfoliomanagement und Stromhandel bei der Fortum Energie GmbH.

Die Stromhändler im Fortum Trading Floor in Hamburg können auf internationales Know-how zurückgreifen: Fortum handelt an der seit 1993 bestehenden skandinavischen Strombörse NordPool in Oslo, der weltweit ersten Strombörse. Zudem ist Fortum auch der Strombörse in Amsterdam (Amsterdam Power Exchange/APX) aktiv.