Sinnvoller Verwertungsweg

Fortum baut Kraftwerksaktivitäten aus

Die deutsche Tochter des finnischen Energiekonzerns investiert 20 Millionen Mark Investition in eine der größten Altholzverwertungsanlagen Deutschlands.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com
Der finnische Energiekonzern Fortum baut seine Kraftwerksaktivitäten in Deutschland weiter aus: Mehr als 20 Millionen Mark investiert die Fortum Enertec Hameln GmbH (FEH) - eine deutsche Tochtergesellschaft der finnischen Fortum-Gruppe - in die Umrüstung ihrer Wirbelschichtfeuerungsanlage in Hameln-Afferde (Niedersachsen). Ziel ist es, ab Frühjahr kommenden Jahres die Verbrennung von Altholz im Block 7 des Kraftwerkes aufzunehmen. Die neue Altholzverwertungsanlage wird zu den größten Anlagen dieser Art in Deutschland gehören. 120.000 Tonnen Altholz jährlich sollen verwertet werden. Durch den Ausbau der Kraftwerksaktivitäten werden zehn neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Kraftwerksmitarbeiter wird sich derart auf 73 erhöhen.

Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens soll der Umbau bereits im August beginnen. Federführend bei der Umrüstung ist die Fortum Engineering Ltd., ein weltweit im Bereich Kraftwerksbau tätiges Unternehmen der Fortum-Gruppe. "Wir nutzen hier das globale Know-how Fortums bei der Entwicklung und dem Betrieb von Kraftwerken. Aber auch die heimische Wirtschaft wird von Aufträgen profitieren", sagte Rolf Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Fortum Enertec Hameln GmbH.

Die Altholzverbrennung im Block 7 war im März dieses Jahres eingestellt worden. Grund dafür war der nicht vorhersehbare massive Preisverfall am Markt für die Entsorgung von Althölzern gewesen. Die Situation hat sich mittlerweile grundlegend geändert, wie Geschäftsführer Rolf Kaufmann erläutert: "Die neue Biomasseverordnung und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) führen dazu, dass die Verwertung von Althölzern weitaus höher vergütet wird und damit wieder wirtschaftlich ist."

Die neue Altholzverwertungsanlage wird zu den größten Anlagen dieser Art in Deutschland gehören, wie Rolf Kaufmann betonte: "Für die holzverarbeitende Industrie eröffnet sich ein ökologisch sinnvoller Verwertungsweg für Produktionsrückstände. Die Kombination von hohem Feuerungswirkungsgrad mit Kraft-Wärme-Kopplung sorgt für hohen energetischen Wirkungsgrad. Zudem kann die Anlage durch die CO2-neutrale Verwertung einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Die Summe der Investitionen in die Modernisierung des Kraftwerkes in Hameln steigt durch die Umrüstung der Altholzverbrennung von bislang 50 Millionen auf insgesamt 70 Millionen Mark bis zum Jahr 2010. Allein in diesem Jahr werden rund 8,4 Millionen Mark für die Modernisierung der übrigen Anlagen aufgewendet. Das im Jahr 2000 von Fortum vorgelegte Konzept zur Sicherung des Standorts Hameln-Afferde wird damit erfolgreich umgesetzt.