Biomasse-Nachschub

Forschungsprojekt untersucht Wald als Energiequelle

Mecklenburg-Vorpommern testet neue Methoden der Aufforstung und Waldbewirtschaftung. Wissenschaftler überprüfen, ob sich die heimischen Wälder gleichzeitig als Holzlieferant und Energiequelle nutzen lassen. Es wird eine steigende Nachfrage nach Holz als Energieträger erwartet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Retzow (ddp/sm) - Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden dafür im Revier Retzow des Forstamtes Karbow streifenweise im Wechsel Erlen als Nutzholz neben Pappeln und Weiden als so genannte Biomassebaumarten gepflanzt. Die besonders schnell wachsenden Sorten der Pappel und Weide garantierten einen ständigen Nachschub an Gehölz über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren.

Derzeit könnte der gesamte Holzbedarf von den im Land vorhandenen und im Bau befindlichen Biomassekraftwerken nicht sicher gedeckt werden, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch in Retzow. Durch die knapper werdenden fossilen Energieträger werde die Nachfrage nach regenerativen Energiequellen zunehmen und damit die Produktion energetisch nutzbarer Biomasse wirtschaftlich an Attraktivität gewinnen. Für die Forstwirtschaft könnten sich neue Einnahmequellen ergeben. Gefördert wird das Forschungsprojekt durch die Jost Reinhold Stiftung mit 100.000 Euro.