Schwerpunkt Solartechnik

Forschungsprojekt für Brennstoffe der Zukunft

Führende Wissenschaftler der European Science Foundation (ESF) raten der Europäischen Union (EU) und ihren Mitgliedsstaaten nachdrücklich zu umfassenden Investitionen von mehreren Millionen Euro in die Erzeugung von "sauberer" Energie mit Solaranlagen, Wasserstoff und anderen Brennstoffen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Straßburg (red) - Dies sei langfristig die einzige nachhaltige Lösung für den globalen Energiebedarf. Der weltweite Energieverbrauch von derzeit 14 Terawatt pro Jahr wird sich bis 2050 mindestens verdoppeln, während gleichzeitig fossile Brennstoffe knapp würden und ihr Einsatz zur globalen Erwärmung führe, so die Wissenschaftler einer interdisziplinären Projektgruppe der ESF. Die Gruppe soll Entscheidungsträgern der EU und nationaler Regierungen die Thematik nahe bringen, damit umfassend in umweltverträgliche Technologien investiert wird.

Nach Aufassung der ESF können erneuerbare Energien und Atomenergie den vorausgesagten steigenden Energiebedarf nicht decken. Außerdem gäbe es diese Energieformen nicht als gespeicherte Brennstoffe. Denn Elektrizität mache derzeit nur etwa 30 Prozent des globalen Energieverbrauchs aus. Die restlichen 70 Prozent werden als Brennstoff im Transportwesen, in der Fertigung und für Heizenergie in Privathaushalten eingesetzt.

Die Forschungsgruppe empfiehlt der EU einen Forschungsschwerpunkt auf Umwandlungssysteme zur Brennstoff-Herstellung zu legen:

  • Erweiterung und Anpassung der heutigen Fotovoltaik-Technologie zur Erzeugung von sauberen Brennstoffen direkt aus der Sonnenstrahlung
  • Entwicklung künstlicher, chemischer und biomimetischer Anlagen, die die Photosynthese nachahmen
  • Anpassung natürlicher Systeme für die direkte Erzeugung von Brennstoffen wie Wasserstoff und Methanol anstelle der Umwandlung von Kohlehydraten zu Brennstoffen.

Weitere Informationen gibt es auf der (englischsprachigen) Webseite der Stiftung.

Die European Science Foundation ist eine unabhängige Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung mit Sitz in Straßburg. Ihr gehören derzeit 78 Forschungsinstitutionen aus 30 europäischen Ländern an (u.a. die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften).

Weiterführende Links